Auf Reisen 3

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weder frisch
noch frei von Sorgen
begrüssen wir den zigsten
albernen Morgen

wir radeln durch den Mist
und die Nebel des Lebens
weg von den Krieghöfen
der Lebenden

durch eine Landschaft
wo Fische blöken
Kühe zwitschern
und Krähe sich stumm
in ewigen Kreisen drehen

ruhmlos wird sie zugrunde gehen
wie ein altes feistes Zeitalter

“Kopf hoch!”, sagt eine Sonnenblume
die ihre Krone tief zum Boden neigt

obwohl die Keuschheit herrscht
in diesem Lande
ist die Jagd des Lebens stärker
als die Sehnsucht nach dem Tod

in Kirchen zertreten alte Jungfern
halbmondsüchtige
Drachen und Schlangen

mir friert die Zeit
in die Gelenken fest
ich sehe kein Eräugnis mehr ringsum
auch die Welt wird blind

Trauertannen tragen trübselige Schleier von Ewigkeit
alle Kinder werden hier tot geboren

nur ein giftig gewordener Tintenpilz bleibt:
ich inmitten einer Riesenwiese
voller tollen freundlichen Menschen

Paddenstoel

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