Auf Reisen 2

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Wem Gott will rechte Gunst erweisen…
Eichendorff

wie herrlich stinket mir die Natur!

im durchtrockneten Kukuruz
sterben die letzten Lerchen,
in den graubraunen Bächen
wo sie sich noch zu verkriechen suchten
verwesen sogar die Undinen

und alle Strassen
führen in ein überwuchertes Nirgendwo
das man romantisch nennt

wie brüllt die Sonne!

nur der Christ,
sein ewiges Kreuz
und die Gottesfurcht
sind allgegenwärtig hier zulande
(wie die Wespen):
ein einziger Herrgottswinkel

am letzten Schloss
ganz in der gelben Höh’
singt der Reiseschwan fast seinen Endgesang
und schweigt dann wochenlang

wie grinst die Flur!

(währenddessen
blöken und plärren
die Schafe auf dem Marienplatz
und höken ihre Wunschträume herum:
der Hirte kommt !)

ich bete inzwischen:
o Herr, gib mir die Grausamkeit der Städte
eine Zelle voller Büchereinsamkeit
inmitten der Grausigkeit der Menschenwelt
als einzige Zufluchtsstätte

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